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Nachtleben in Berlin

Berlin bietet seinen Besuchern vielfältige Möglichkeiten für ein ausgedehntes Nachtleben. Dank eines gut ausgebauten Bus- und Bahnnetzes kommen sie auch während der Nacht sicher in ihr Hotel. Das tägliche Nachtliniennetz verknüpft auf zentralen Verbindungen durchgehend verkehrende Straßenbahnen und Busse mit speziellen Nachtlinien; zudem verkehren am Wochenende die meisten S-Bahnen und U-Bahnen ebenfalls durchgehend.

Je nach Bedürfnis lassen sich für das Nachtleben in Berlin unterschiedliche Angebote finden. Am Oranienburger Tor und in der Oranienburger Straße sowie ihren Seitenstraßen bietet sich der Besuch alternativ angehauchter Lokale an, deren Öffnungszeiten bis in die frühen Nachtstunden ausgedehnt sind. Einige Besucher trauen sich wegen des Straßenstrichs nicht alleine in die Oranienburger Straße; tatsächlich kommt es nicht zu Belästigungen, zumal die Polizei strikt darauf achtet, dass ein klares Nein von den dort tätigen Damen ohne Nachhaken akzeptiert wird. Das große Angebot an urigen Kneipen besteht auch rund um den Hackeschen Markt. Im Bereich der Diskotheken ist das Berliner Nachtleben durch regelmäßige Neueröffnungen und häufige schnelle Schließungen gekennzeichnet. Die meisten Schließungen erfolgen jedoch nur vorübergehend und sind mit einem Wechsel des Inhabers verbunden. Sowohl für Diskotheken als auch für die meisten Gaststätten gilt in Berlin keine Sperrstunde, so dass lange Öffnungszeiten am Abend die Regel sind. Gleich mehrere Diskotheken befinden sich auch rund um den Bahnhof Zoo, besonders die Joachimstaler Straße hat sich ebenso wie der Kurfürstendamm zu einem Zentrum des Berliner Nachtlebens entwickelt.

Viele von Nachtschwärmern besuchte Lokale befinden sich an bekannten Plätzen; so ist der Alexanderplatz nicht nur eine bekannte Sehenswürdigkeit in Berlin, sondern zugleich eines der Zentren des Nachtlebens. Die Gaststätten am Savignyplatz im Stadtteil Charlottenburg sind am ehesten für Anhänger eines gehobenen Gaststätten-Niveaus geeignet, rund um den Platz befinden sich aber auch mehrere Kinos, in denen regelmäßig Nachtvorstellungen laufen.

Musikveranstaltungen erleben Berlin-Besucher nicht nur in typischen Clubs, sondern auch in unscheinbar wirkenden Gaststätten und dort oft bei freiem Eintritt. Am bekanntesten ist die Musikszene in den alternativen Stadtteilen Prenzlauer Berg und Kreuzberg; deutlich weniger Beachtung findet das ebenfalls reichhaltige Angebot der Kneipenkultur in Friedrichshain, wo die Boxhagener Straße neben dem Kollwitzplatz zu den Zentren des Nachtlebens zählt. Während der Sommermonate verlagert sich das Berliner Nachtleben zu einem großen Teil nach draußen. Entlang der Spree öffnen an warmen Abenden mehrere Strandgaststätten, deren Atmosphäre sich als südländisch bezeichnen lässt. Nicht zu unterschätzen ist auch das Nachtleben in Berliner Außenstadtteilen wie Köpenick, Wannsee und Spandau. Selbst von Touristen eher selten besuchte Gebiete wie Hohenschönhausen und Marzahn ermöglichen den Besuch einer Spätvorstellung im Kino und das anschließende Ausgehen.



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