© pure-life-pictures - Fotolia.com

Radurlaub in Deutschland – die schönsten Touren

Wer Deutschland entdecken und die landschaftlichen Reize der einzelnen Regionen kennenlernen möchte, sollte dazu nur zwei statt vier Reifen nutzen. Mit dem Fahrrad lassen sich wunderschöne Strecken abfahren. Unterwegs, aber ganz besonders am Abend nach Beendigung der Tour gibt es so manche Belohnung, welche die eine oder andere Anstrengung wieder ausgleicht.

Eines sollte bei einem solchen Vorhaben auf jeden Fall vorhanden sein: ein gutes und nach allen Vorschriften ausgestattetes Fahrrad. Ist es das alleinige Fortbewegungsmittel, wird es mit Packtaschen ausgestattet, die alles fassen, was während der Radreise benötigt wird. Am besten lässt man seinen Drahtesel vor der Fahrt gründlich durchchecken, vor allem Reifen, Felgen, Kette und Zahnkränze. In die Ausrüstung gehört unbedingt alles für den Fall einer Panne, also Flickzeug, Ersatzschlauch und ein Werkzeug-Minitool, um die nötigen Handgriffe erledigen zu können. Unabhängig von der Wahl der Route gibt es Kartenmaterial für Radfahrer, die nicht nur für die Planung, sondern auch während der Tour für eine bessere Übersicht sorgen. Wer ein modernes GPS-Gerät nutzt, bekommt diese Informationen mittlerweile für die digitale Version. Diese Tipps zur Fahrradausrüstung sollte jeder beachten.

Der Elberadweg – Natur und Kultur verbinden

Der insgesamt 1.220 km lange Elberadweg bietet auf seiner Strecke durch unterschiedliche Landschaften große Abwechslung in Natur und Kultur. Er beginnt in Špindlerův Mlýn im Riesengebirge im nördlichen Tschechien und endet in Cuxhaven an der Elbemündung.

Wer den Elberadweg beispielsweise von Dresden bis nach Dessau befährt, kann sich dafür rund eine Woche Zeit nehmen und am Tag zwischen 25 und 70 Kilometern je nach Geländeform zurücklegen. Trotzdem ist dieser Teil des Elberadweges auch für Gelegenheits-Radler geeignet. Vielleicht gönnt man sich zunächst eine Besichtigung von ein paar Sehenswürdigkeiten in Dresden, die 800 Jahre Geschichte haben eine Menge zu bieten. Das Elbsandsteingebirge mit bizarren Felsen, die sächsischen Weinberge, Radebeul und Meißen sind jedoch nicht weniger interessant. Als Nächstes folgen die Orte Riesa, Torgau, Wittenberg und dann Dessau, auch das Mekka für Architekturliebhaber genannt. Wer dann immer noch weiter möchte, kann einen Abstecher nach Magdeburg machen, bevor er wieder zurück nach Hause radelt.

Auf dem Donauradweg bis nach Wien radeln

Der schönste Teilabschnitt des Donauradweges soll vielen Meinungen nach die Strecke von Passau bis nach Wien sein. Die Donau ist insgesamt 2.850 km lang und bietet damit viele Gelegenheiten, Kultur und Tradition zu verbinden. Auch diese Fahrradstrecke hat viele tolle Sehenswürdigkeiten und landschaftlich herausragende Teile zu bieten. Von Passau aus geht es durch Ober- und Niederösterreich, entlang sanfter grüner Hügel, Weinbergen und Obstwiesen.

Die Schlögener Schlinge der Donau ist ein lebhafter Kontrast zur oft beschaulichen Umgebung. Das Machland, der Strudengau und vor allem die Wachau bieten wunderschöne Einblicke in die Kultur. Sie ist nicht nur mit ihren Burgen und Schlössern ein Highlight, sondern auch mit kulinarischen Spezialitäten, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Der Ruhrtal-Radweg

© Calado – Fotolia.com

Eher kurz, aber deshalb nicht weniger schön als andere ist der Ruhrtal-Radweg, der über 230 km vom Ruhrkopf bei Winterberg bis zur Mündung bei Duisburg-Ruhrort reicht. Die an seiner Strecke liegenden Orte bieten dem Radler viel Abwechslung kultureller Art. Der Ruhrtal-Radweg ist landschaftlich nicht mit dem Donauradweg oder einem anderen, durch eher stille Regionen führenden Radweg zu vergleichen. Er bietet jedoch nicht weniger schöne Abschnitte, die auch durch Felder und Wälder führen.

Der Hattinger See ist beispielsweise ein solches Etappenziel und die Strecke zwischen Essen-Kettwig und Mühlheim an der Ruhr führt durch Felder und Wiesen. Entlang des Radweges gibt es gute Dienstleistungsangebote für Radfahrer, besonders Pannenhilfen, Gepäcktransporte und eine gute Auswahl an Einkehrmöglichkeiten.

Der Weser-Radweg – märchenhafte und idyllische Impressionen

Der Weser-Radweg führt gleich durch mehrere Bundesländer und hat eine Gesamtlänge von 515 km. Bereits 1978 wurden im ostwestfälischen Höxter die Voraussetzungen für diesen Radweg geschaffen. Heute führt er durch Bremen, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Er ist als Teil des Radnetzes Deutschland D-Route 9 gekennzeichnet und ausgeschildert.

Der Weser-Radweg beginnt dort, wo die Weser aus den Flüsschen Werra und Fulda entsteht, in Hann. Münden. Sie glänzt mit sorgfältig restaurierten Fachwerkhäusern und stimmt so auf den weiteren Verlauf ein. Das Weserbergland hält nach jeder Wegbiegung eine neue Entdeckung bereit. Waldgebiete und kleine Dörfer, mittelalterliche Fachwerkstädtchen wie Höxter, Rinteln oder Hameln liegen an der Strecke. Nienburg und Verden gehören wie Bremen zu den Märchen- und geschichtsträchtigen Orten entlang der Strecke des Ruhrtal-Radweges. Sie bieten einen schönen Kontrast zu den landschaftlichen Reizen auf der Tour.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.