Fuggerei Augsbug

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Fuggerei Augsburg – beliebtes Ausflugsziel in Schwaben

Jakob Fugger hat im August 1521 in Augsburg eine Wohnsiedlung für bedürftige Bürger errichtet bzw. gestiftet. Unter dem Baumeister Thomas Krebs wurden 1523 die ersten 52 Wohnungen in 6 Gassen fertig. Diese Wohnungen gleichen sich fast alle, sie wurden nach einem Standard gebaut.

In zweigeschossigen Häusern wurden die Wohnungen errichtet, was für die damaligen Verhältnisse äußerst komfortabel war. Jakob Fugger wurde „der Reiche“ genannt. Er lebte von 1459 bis 1525 in Augsburg und war ein bedeutender Kaufmann und Bankier.

Die Wohnungen durften zur damaligen Zeit nur von Armut bedrohten Handwerkern und Tagelöhnern bewohnt werden. In der Fuggerei konnten sie solange wohnen, bis es ihnen besser ging und sie wieder durch Arbeit für sich selbst sorgen konnten. Bis in die Zeit des 20. Jahrhunderts wohnten auch kinderreiche Familien in den Häusern der Fuggerei. Lediglich Bettler hatten keine Berechtigung auf eine Wohnung. Der erste Geistliche in der Fuggerei war der Jesuit Petrus Canisius. Hans Holl errichtete 1582 die Kirche St. Markus. Durch den dreißigjährigen Krieg und die Schweden wurde die Fuggerei vollständig zerstört.

Fuggerei Augsburg
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Heute sind die Wohnungen in der Fuggerei rund 60qm groß und verfügen über einen eigenen Eingang. Die Wohnungen im Erdgeschoss haben einen eigenen Garten, die darüberliegenden nutzen einen Speicher. Heute erhalten die Wohnungen Wärme durch das Fernwärmenetz von Augsburg. Ein Relikt aus der alten Zeit sind die mechanischen Türglocken an jeder Haustüre. Auch heute noch müssen die Bewohner katholisch sein und einen guten Leumund haben. Die Jahreskaltmiete ist bis heute an den damaligen Wert angeglichen und beträgt den Wert eines Rheinischen Gulden, das sind 0,88 Euro.

Öffnungszeiten:
Geöffnet täglich
April – September 8 – 20 Uhr
Oktober – März 9 – 18 Uhr
Telefon 08 21/31 98 81-14

Kontakt:
Fuggerei 56
Haupteingang Jakoberstraße
86152 Augsburg



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